Bericht über den Spendenaufruf


Imizamo Yethu in Hout Bay mit 40 000 Einwohnern

Im April 2020

Liebe Freunde,

Es grenzt an ein Wunder, das unsere Aktion auf ein solch positives Echo gestoßen ist.
Gerne bedanken uns für die vielen Spenden und die Hilfsbereitschaft, die es uns ermöglicht haben, unsere Lebensmittelverteilung gut zu planen und effizient durchzuführen.
Das Zusammenstellen der 300 Pakete besorgt die Firma YeboFresh und den Transport zu Little Lambs übernimmt HomeHeroes, beides Firmen aus Hout Bay und dort bestens bekannt.

Erst am Montag- und anschießend am Dienstagvormittag werden je 150 Pakete angeliefert und noch am selben Nachmittag verteilt, dies sicherheitshalber, um einem eventuellen Diebstahl der Pakete über Nacht vorzubeugen.

An beiden Tagen bilden sich bereits am frühen Morgen lange Schlangen von Müttern, die vor allem, am Montag geduldig im Regen auf ihre Lebensmittelration warteten. Die Verteilung der vielen Pakete entpuppte sich zu einer logistischen Herausforderung, denn unter den gegebenen Vorsichtsmaßnahmen, muss der Abstand und die Anzahl Personen strikte eingehalten werden.  Vorsichtshalber hat Geraldine bereits Schutzmasken und Handschuhe für rund 300 Personen bereit gestellt, denn die meisten Eltern kommen ohne jeglichen Schutz. Am Tor verteilen wir Masken und Handschuhe, dann werden jeweils 8 Personen auf dem Grundstück zugelassen.

Um Unberechtigte fernzuhalten, tragen sich die Mütter mit ihrer Unterschrift im Klassenregister ihrer Kinder ein, bevor sie die langersehnten 4 Tragetaschen ausgehändigt bekommen.
Nicht alle zeigten ihre Freude offen, doch es gibt spontane Umarmungen der Klassenlehrerinnen, frohes Gelächter und Geschwätz untereinander, meistens in ihrer Muttersprache Xhosa. Einige drückten mir die Hände und bedankten sich, andere halten den Blick zu Boden gerichtet, heben schweigend einzelne Pakete auf den Kopf und machen sich schnellstens auf den Heimweg.
Ich bleibe zurück mit einem Gemisch aus Freude und Traurigkeit und erneut höre ich die Worte von Cyril Ramaphose, unserem Staatspräsidenten:

„There can be no greater anguish than that of a parent whose children cry out to them for food, but they have none to give.”

Übersetzung:
„Es gibt keine größere Qual, als die der Eltern, deren Kinder nach Essen schreien, aber sie können ihnen nichts geben.

In diesem Sinne bedanken wir uns von Herzen für die unbeschreibliche Hilfsbereitschaft, die wir in den letzten Tagen erfahren durften. Möge dieser Alptraum bald vorüber sein, damit wir endlich wieder in Beziehung zu unseren Mitmenschen treten und sie herzlich umarmen können.

Es grüßen Euch herzlich

Marlis Schaper
Kinderhilfe Kapstadt
Tel.: +49 (0)4651 24700
E-Mail: marlissylt@gmail.com
www.littlelambs-kapstadt.com

 

Dietrich F. Liedelt Stiftung
Hypo Vereinsbank (Hamburg)
IBAN: DE04 2003 0000 0602 0695 44
BIC: HYVEDEMM300
Verwendungszweck: Kinderhilfe Kapstadt