Werdegang Little Lambs

Little Lambs 

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Bucht von Hout Bay

– eine Kindertagesstätte für die Ärmsten der Armen in Hout Bay bei Kapstadt in Südafrika.

 

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Lesen Sie hier die Erfolgsgeschichte eines im Jahr 2000 gegründeten privaten Kinder-gartens nahe einem besorgniserregenden Township in Hout Bay Südafrika. https://www.littlelambs-kapstadt.com/wp-content/uploads/Marlis+.jpg

 

 

Dies ist aber auch die Geschichte von Marlis Schaper und ihren vielen unermüdlichen Helfern, ohne deren finanzielle und tatkräftige Hilfe die  Umsetzung dieses Projektes und vier weiteren Projekten mit insgesamt 3000 Kindern niemals möglich gewesen wäre.

 

Wie alles begann

Erstaunlich, was ein einziger Mensch erreichen und erschaffen kann, wenn er sich mit ganzem  Herzen für eine gute Sache engagiert! Bestes Beispiel dafür ist Marlis Schaper, auf deren unermüdliche Initiative hin der Kindergarten und die Tagesstätte „Little Lambs“ (kleine Lämmer) entstand – im südafrikanischen Hout Bay, auf halber Strecke zwischen Kapstadt und dem Kap der Guten Hoffnung.

Ganz in der Nähe des  kleinen pittoresken Fischerortes „Holzbucht“ (Houtbaatjen = Hout Bay) begann die Geschichte Südafrikas, als der Holländer Jan van Riebeeck und seine Armada im Jahre 1652  in der „Table Bay“ anlandete und damit von dort aus die europäische Besiedlung Südafrikas ihren Anfang nahm.

Viele Jahre sind seither vergangen und auch schon einige Dekaden, seit die Rassentrennung Anfang der 90er Jahre mit dem politischen Ende der Apartheid abgeschafft wurde, doch sind die Elendsviertel Südafrikas noch immer Ausdruck furchtbarer Benachteiligung der Armen, meist schwarzen Bevölkerung.

Nicht anders sieht es in Hout Bay aus, wo der traditionelle Township zu einem wild wuchernden Slum heran wuchs. Zu einem Moloch, der Hintergrund und Nährboden zugleich ist für eine zahlenmäßig nicht einschätzbare Gesellschaft ärmster Menschen mit all Ihrem Problemen.

 „Imizamo Yeto“ nannten sie ihre Ansiedlung („wir werden es schaffen“) und „Mandela Park“, als Ausdruck für Aufbruch und Hoffnung. Dass der Aufbruch nicht statt gefunden hat und die Hoffnung bei den meisten Menschen aus dem Mandela Park nicht mehr existiert, das lernte Malis Schaper auf drastische Art und Weise kennen, indem sie die Schwächsten dieser unseligen Verknüpfung „Armut, Verlust von Selbstvertrauen und Identität = Hoffnungslosigkeit“ traf, die Kinder vom Mandela Park.

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Erste Erfolge

Bereits im September 2001 wurde die auf Sylt und in Südafrika lebende Marlis Schaper auf vernachlässigte und hungernde Kinder in Hout Bay aufmerksam. Zwar war der örtliche, private Kindergarten, der durch die Initiative von Marlene und Johann van der Walt organisiert wurde, für die Betreuung der Kinder zuständig, nicht jedoch für deren Versorgung mit Nahrung. Die Bilder von Kindern mit aufgetriebenen Hungerbäuchen und schlimmen “Triefnasen” prägten sich so deutlich in das Alltagsbild von Marlis Schaper ein, dass sie begann, die Motive dafür zu recherchieren. „Mangelhafte Ernährung“ benannte eine kirchliche Einrichtung den Grund für dieses menschen-unwürdige Dasein. Oft sind die Folgen dieser Vernachlässigung nachhaltig und oft werden die daraus resultierenden Schäden zu spät oder gar nicht erkannt, so dass sie irreparabel für die Kinder sind.

Vom Elend dieser Kinder berührt, wurde Marlis Schaper auf der Stelle aktiv und kaufte fortan täglich Obstportionen für alle 80 Kinder im „Little Lambs“.

Doch das reichte bei Weitem nicht aus, um die haarsträubenden Mängel in der Versorgung der Kinder zu beseitigen: So stand ihnen lediglich eine Bau-Container-Toilette zur Verfügung, die aber aus Geldmangel nicht gereinigt werden konnte. Es gab keine Stühle, keine Tische oder Decken für die Kleinkinder. Außerdem fehlte Vieles mehr. Dinge, von denen wir uns in unserer selbstverständlich komfortablen Welt nicht vorstellen können, dass sie nicht da sind. Kurz:  Es herrschten katastrophale Zustände.

gebaeudeansicht-kindergarten-510Im Jahr 2005 konnte der Hort auf ein neues Gelände verlegt werden. Es ist der Großzügigkeit von Marlena und Johann van der Walt zu verdanken, dass dieses Grundstück den „Little Lambs“ für 25 Jahre kostenlos zur Verfügung steht.

Von nun an gab es kein Halten mehr, es wird gegraben, gemauert und gewerkelt, wie die Bilder eindrucksvoll beweisen. k-_wsb_240x178_Baustelle

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Eine Initiative folgte der anderen und heute sind es bereits 260 „Little Lambs“, kleine Kinder im Alter zwischen zehn Monaten und sechs Jahren, die in der Obhut des Kindergartens wohl behütet werden. Hier lernen sie spielend, dass man sich vor dem Essen die Hände wäscht, dass man sich regelmäßig gesund ernähren kann und dass man sich die Zähne nach dem Essen putzt und Mittags schlafen darf. Hier erfahren sie, dass Lernen und Bildung zum Leben gehören, genauso wie Verantwortung, Fürsorge und Liebe – nicht nur Gewalt, Drogen, Dreck, Armut, Hass und Hoffnungslosigkeit.

So erhalten die Kleinen seit 2006 neben der täglichen Obstration auch eine warme Mahlzeit, es wurde eine Brotausgabe eingerichtet und 2008 begann man mit einem Anbau von 450 Quadratmetern und dem Spielplatz für Kleinkinder.

Kinder mit SchubkarreDas war der Start zur Sanierung des Platzes und der bestehenden Gebäude, sowie der Errichtung der neuen Bauten, mit insgesamt 11 Klassenräumen, 17 Toiletten, einer Küche, einer großen überdachten Terrasse, einem Parkplatz und vielem anderen mehr. Diese umfassende Aktion wurde von Jan Summs begonnen, weitergeführt durch die Baufirma Mike Naumann-Construction und 2012 beendet durch Sean Woudsberg`s Handy Works.  Die Restfinanzierung kam dann durch eine großzügige Spende einer großen deutschen Stiftung, sowie vielen kleine Spenden zustande.

Das Heim der Hoffnung wird weiter ausgebaut!

Bauarbeiten 1

Bauarbeiten 2

 

  Kapstadt im Winter
       2005 / 2012




Nachdem die Betreuung unserer Little Lambs im Alter von 6 Jahren bisher aufhörte, sorgte sich Marlis Schaper weiterhin um deren Betreuungsnotstand und ihrer Versorgung. Um ihnen weiterhin nach dem Schulende am Mittag eine Anlaufstelle bieten zu können, haben die Kinder nun – wenn sie dem Hortalter entwachsen sind – die Möglichkeit im „Home of Hope“, welches vom niederländischen Verein „iKhaya le Themba!“ geführt wird, am Nachmittag Unterstützung zu finden.

Hier werden Familien, welche auf irgendeine Weise mit AIDS konfrontiert sind, gehofen. In diesem „Home of Hope“ wird ihnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden und ihre Kinder werden nach der Schule fürsorglich betreut.

104 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren erhalten in einer sicheren, häuslichen Atmosphäre warmes Mittag- und Abendessen, Hausaufgabenhilfe und bei Bedarf therapeutische Betreuung. Gemeinsam unternehmen die Kinder und Jugendliche Ausflüge, werden bei der Ausbildung unterstützt und in ihrem Verhalten im Alltag geschult. Spiel und Spaß durch sportliche wie handwerkliche Aktivitäten gehören ebenso zum Programm des „Home of Hope“.

Durch die tolle Arbeit, die hier geleistet wird, findet das „Home of Hope“ immer mehr Zuspruch in der Bevölkerung der umliegenden Dörfer. Immer mehr Kinder – auch nicht AIDS infizierte – würden hier gerne betreut werden und neue Freunde finden. Doch um die Kinder aufnehmen zu können, muß das „Home of Hope“ erweitert werden. So könnten zusätzlich 60 weitere Kinder einen Betreuungsplatz angeboten bekommen.

_wsb_240x178_BaustelleEin Küchengebäude, welches auch als Lehrküche für die Mädchen genutzt werden soll, ein Hausaufgaben- und Computerraum, ein Gemeinschaftsraum mit Sanitäranlagen sowie ein kleines Büro sollen neu gebaut werden.

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Weiterhin soll der Außenbereich erneuert werden, damit die Kinder auf einer Spielfläche tolle Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung vorfinden können.

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und so sieht es im Dezember 2021 aus

Auch dieses Projekt wurde von einer großen deutschen Stiftung mit 135.000,- Euro unterstützt.

 

Unsere Zukunft

_wsb_517x293_LernenSo weit, so gut: Die „Little Lambs“ waren erfolgreich etabliert, waren behütet und wurden unterrichtet – die Kinder der Ärmsten der Armen von Hout Bay hatten endlich einen Platz in der Gesellschaft gefunden. Doch – die Zahlen wurden hier schon mehrfach genannt – die kleinen Schäfchen sind tatsächlich klein, da das Aufnahmealter sich zwischen zehn Monaten und sechs Jahren bewegt.

Und genau das, diese notwendige Abgrenzung zu den Älteren machte Marlis Schaper große Sorgen. Wusste und weiß sie doch, was häufig mit den Kindern geschieht, wenn sie Mittags nach der Schule wieder in ihrem „Zuhause“ im Township ankommen. Da richten sich die Aggressionen der Erwachsenen gegen die Schwachen und Wehrlosen in ihrem Umfeld, da gehören Schläge, Tritte, Nahrungs- und Schlafentzug und Vergewaltigungen zum Alltag der Kinder. Ganz gleich ob Tag oder Nacht, jedoch mit drastisch steigender Tendenz.

_wsb_399x275__DG29919dFolgerichtig musste im Selbstverständnis der Marlis Schaper eine Erweiterung des Projekts „Little Lambs“ initiiert werden und im Januar 2010 gab es erfolgreiche Verhandlungen mit der Tagesstätte home of hope (iKhaya le Themba), die sich auf dem Nachbar-gründstück befindet. Hier werden nach dem Besuch der staatlichen Schule von Hout Bay die 6–13 Jährigen mit Sport, Schulaufgabenhilfe und Essen betreut, wie jetzt auch unsere gleichaltrigen Abgänge der Tagesstätte!

_wsb_425x252__DGF3384dSo kann man die Welt verändern, doch was sich hier so logisch und einfach liest, hat allerlei vielschichtige Hintergründe. Einige sind, neben der Großzügigkeit der hier genannten Spender, die hartnäckigen Initiativen von Marlis Schaper, die mit ihrem Charme und ihrer liebenswerten Dickköpfigkeit in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder auf offene Ohren stößt, wenn es darum geht, Mittel für die Little Lambs zu erbitten.

Der Großteil der bisherigen Spenden sind für die Infrastruktur, die täglichen Essensportionen und den Unterhalt verwendet worden.
Dennoch reichen diese Zuwendungen nicht aus, um beispielsweise die Gehälter der Angestellten bzw. Assistentinnen, sowie die Versorgung der Kinder zu gewährleisten. Wir benötigen dringend finanzielle Unterstützung bei den Löhnen, da wir uns bis jetzt keine weiteren Lohnerhöhungen leisten können.

Marlis Schaper setzt sich seit 2001 bis heute für inzwischen 5 Projekte mit 3000 Kindern und ca. 60 Mitarbeitern in und um Kapstadt ehrenamtlich ein.

Wir sind am Ende dieser kleinen Reportage vom Kap der Guten Hoffnung in Südafrika, doch wenn Sie mehr darüber wissen möchten, lassen Sie uns das wissen.

Wenn auch Sie sich für eine bessere Zukunft dieser Kinder einsetzen wollen und dafür Sorgen wollen, das Gewalt, Drogen, Vergewaltigung und Hoffnungslosigkeit vor der Türe bleiben, so ist Ihre Spende für einen guten Zweck mit nachhaltiger Wirkung gut eingesetzt. Jeder Cent geht zu 100% an die Kinder.

Die Spendengelder kommen zu 100% den Projekten über die Organisation „Dietrich F. Liedelt Stiftung“ zugute:k-Logo Liedelt Stiftung

Dietrich F. Liedelt Stiftung*

Hypo Vereinsbank
IBAN: DE04 2003 0000 0602 0695 44
BIC:  HYVEDEMM300
Verwendungszweck: „Kinderhilfe Kapstadt

Dietrich F. Liedelt: Mobil:  +49 (0)172  4536000

2. Vorsitzender des Stiftungsrats: Karl Schwanberg Mobil:  +49  (0)170 339 4393

  Email: k.schwanbeck@dfliedelt-stiftung.de

Alle Projekte und die Gehälter der Angestellten werden über Spenden finanziert. Jeder Betrag ist willkommen und von Herzen bedankt. Ihre Spendengelder sind von der Steuer absetzbar.

*Alle Spenden werden nach den strengen deutschen Stiftungsgesetzen verbucht, damit ist auch eine ordnungsgemäße Spendenquittung für Sie garantiert. Die Abwicklung der Spenden über die „Dietrich F. Liedelt Stiftung“ garantiert auch eine von deutschen Finanzämtern anerkannte Spendenquittung.

_wsb_444x294_GraduationSchauen Sie doch mal auf die Homepage der „Dietrich F. Liedelt Stiftung“                 http://www.dfliedelt-stiftung.de , auch dort werden für eine bessere Zukunft der Kinder, einige wichtige Projekte realisiert.  

zu den Projekten:

iKhaya le Themba
Link: hier
Heuwel Speelskool
Link: hier
True North
Link: hier
Ark Angels
Link: hier
Sakhisizwe
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